Produktion

Wie kommt das Wasser in die Flasche?

Die Reinheit ruht in der Tiefe. Natürliches Mineralwasser lagert oft über viele Jahre, manchmal Jahrzehnte, vor Verunreinigungen geschützt tief unter der Erde. Ursprünglich als Niederschlag vom Himmel gefallen, wurde es auf seinem Weg durch eine Vielzahl von Erdschichten gereinigt und gefiltert. Dabei nimmt das Wasser Mineralstoffe und andere natürliche Stoffe auf. Schließlich sammelt es sich in großen unterirdischen Reservoirs – den Quellen.

Um diesen kostbaren Schatz auf den Tisch zu bringen, müssen die Mineralwasser-Vorkommen zunächst einmal gesucht, gefunden und erschlossen werden. Um einen exakten Standort für eine Bohrung festlegen zu können, sind aufwändige geophysikalische Untersuchungen der Boden- und Gesteinsverhältnisse notwendig. Geologische Karten, Bilder aus dem Erdinneren und seismische Profile helfen, eine neue Quelle exakt zu lokalisieren. Versuchsbohrungen dauern Monate, häufig sogar Jahre. Schließlich muss das Wasser garantiert rein sein, eine konstante Zusammensetzung seiner unterschiedlichen Mineralstoffe aufweisen und in ausreichender Menge vorhanden sein. Erst dann beginnt die Erschließung. 

Die Erschließung von neuen Mineralwasserquellen ist vor allem eins: höchste Ingenieurskunst. Je nach Untergrundaufbau müssen die Bohransatzpunkte präzise festgelegt werden. Präzision ist oberstes Gebot. Schließlich kostet die Erschließung einer Quelle bis zu mehreren hunderttausend Euro. Bis sich die rotierenden Bohrköpfe in die unterirdischen Wasservorkommen durchgearbeitet haben, können mehrere Monate vergehen. Bevor jedoch ein neugebauter Brunnen genutzt werden kann, müssen strenge wasserrechtliche und lebensmittelrechtliche Voraussetzungen erfüllt sein. Die Quellnutzung muss genehmigt und das Mineralwasser amtlich anerkannt werden.

Mineralwasser ist ein Naturprodukt. Als einziges deutsches Lebensmittel bedarf es einer amtlichen Anerkennung. Reinheit und Qualität sind damit garantiert. Das Anerkennungsverfahren umfasst mehr als 200 Einzeluntersuchungen. Dabei werden die geologischen, chemischen und mikrobiologischen Eigenschaften des Mineralwassers wissenschaftlich und zuverlässig überprüft. Erst wenn die amtliche Anerkennung erfolgt ist, beginnt die systematische Förderung.

Ist das Mineralwasservorkommen erfolgreich angebohrt, ein Rohrsystem verlegt und sind alle Genehmigungen erteilt, gibt es zwei Fördermöglichkeiten. Entweder enthält das Mineralwasser bereits so viel Kohlensäure, dass es von ganz alleine aufsteigt oder es wird von leistungsstarken Unterwasserpumpen an die Erdoberfläche gefördert.

Täglich unter der Lupe 

Qualität und Reinheit sind oberstes Gebot. Deshalb wird Mineralwasser ständig kontrolliert: sowohl intern als auch durch externe Labors. Die Lebensmittelüberwachung der Behörden, die Testkäufe in Getränkemärkten und Stichproben direkt an der Quelle durchführt, sorgt für höchste Sicherheit. Bei den Mineralbrunnen erfolgen die Analysen zum Teil sogar mehrmals täglich. Die Fachkräfte der Qualitätssicherung im Abfüllbetrieb führen regelmäßig, mindestens aber alle 50.000 Liter umfangreiche mikrobiologische Untersuchungen durch. So garantiert ein Netz von Kontrollen die ursprüngliche Reinheit des Naturproduktes Mineralwasser – vor, nach und während der Abfüllung.

Direkt am Ort der Quelle – so regelt es die Mineral- und Tafelwasserverordnung – füllen wir unsere Flaschen mit natürlichem Mineralwasser. Dabei setzen wir auf vollautomatische Füllstraßen. Hygiene und Sicherheit spielen bei diesem Prozess eine besondere Rolle. Mehrwegflaschen werden sorgfältig sortiert und gereinigt. Nach dem Befüllen werden die Flaschen stets mit einem fabrikneuen Verschluss versehen und etikettiert.

Auf diesem findet der Verbraucher alle für ihn wichtigen Informationen: die Verkehrsbezeichnung, den Quellnamen und Ort der Quellnutzung, den Analysenauszug, die Kohlensäuredeklaration, das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Füllmenge und den Firmennamen. Besonders hilfreich ist der Analysenauszug mit den Mengenangaben der enthaltenen Mineralstoffe.

Verpackung

Jeder mag es ein bisschen anders. Davon aber reichlich. Jedes einzelne mit seinem eigenen Mineralstoff-Mix und Geschmack, mit mehr, weniger oder ganz ohne Kohlensäure. In großen und kleinen Flaschen, in Kartons, Glas oder PET, einzeln, im Gebinde oder Kasten, in 0,25 Liter- bis 1,5 Liter-Verpackungen. Für jede Trinksituationen findet der Verbraucher bei Schwollener die passende Verpackungsvariante und das optimale Mineralwasser.